Renaissance-Glockenturm, Strážky, Spišská Belá

Der Renaissance-Glockenturm bildet mit der spätgotischen Annakirche und einem Renaissance-Herrenhaus eine bedeutende Gruppe nationaler Kulturdenkmäler. Als typisches Beispiel seiner Art bewahrt er Reste reicher Ornamentik in umgekehrter Sgraffito-Technik. Der gemauerte, quadratische Blockbau entstand Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts; sein Sgraffito-Schmuck ist auf 1629 datiert. Der Meister hinterließ die Initialen H. B. in der Inschrift „Soli deo HB 1629 Gloria“. Sie steht an der Südseite über drei Schallöffnungen und einem Band mit reichem Rankenwerk. Die Ecken sind mit Rustika geschmückt. Die kleinen Giebel der Attika sind feiner als in Spišská Belá und tragen Sgraffito. Im ersten Obergeschoss führt eine Holztreppe durch ein kleines Steinportal auf der Achse des ersten Fensters von rechts ins Innere. Auf derselben Achse liegt im Erdgeschoss ein weiterer Eingang mit einfachem steinernem Spitzbogenportal. Erbauer des Glockenturms auf dem Gelände der Annakirche war Ulrich Meterer.

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