Der Platz ist das historisch und architektonisch wertvollste zusammenhängende Ensemble in Žilina. Seine etwa 100 × 100 m große quadratische Form und die erhaltenen überdachten Laubengänge sind in der Slowakei einzigartig und schaffen eine besondere Atmosphäre. Seit der Stadtgründung war er Handelszentrum und Sitz der Stadtverwaltung sowie der wohlhabendsten Bürger und Kaufleute. An ihm stehen 32 Gebäude, einige mit gotischen Kellern. Nach dem Großbrand von 1521 entstanden darüber im 16. und 17. Jahrhundert Renaissancebauten mit einer einheitlichen, bis heute erhaltenen Front. Umbauten infolge von Bränden 1848 und besonders 1886 sowie eines Erdbebens 1858 veränderten die ursprüngliche Renaissancebebauung. Durch den schrittweisen Wiederaufbau der 1886 vollständig zerstörten Giebeldächer gewinnt der Platz seinen früheren Charakter zurück. Eine umfassende Sanierung erfolgte 1995–1997. Zwei restaurierte Brunnen versorgten die Stadt bis Anfang des 20. Jahrhunderts mit Wasser; der Wasserspiegel liegt etwa 12 m unter der Oberfläche. In der Platzmitte steht seit 1738 eine barocke Statue der Unbefleckten Jungfrau Maria, der Immaculata, auf einem Sockel mit einem Relief des heiligen Florian. Sie erinnert an den Abschluss der Rekatholisierung der Stadt.